Ehrenhain in Wahnbek,
Schulstraße
Mensch, betrittst du diese Stätte, neige dein Haupt und gedenke derer,
Die Interessengemeinschaft wurde am 26. 11. 1954 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Oldenburg eingetragen. Im § 1 der Satzung heißt es: „Einwohner aus den Dörfern Wahnbek, Ipwege und Ipwegermoor bilden die: Gemeinschaft Ehrenhain Wahnbek. Die Gemeinschaft hat ihren Sitz in Wahnbek und macht es sich zur Aufgabe, den bereits vorhandenen Ehrenhain zu pflegen und weiter auszubauen.“ Mitglied der Gemeinschaft kann nach § 3 der Satzung „jeder werden, der ein Interesse an dem Ehrenhain hat“ Den geschäftsführenden Vorstand
bildeten laut Protokoll:
2. Gedicht 3. Gemischter Chor Wahnbek/Lieder 4. Ansprache 5. Kranzniederlegung/Lied vom guten Kameraden
Auf der letzten Generalversammlung am 18.10.73 wurde dann folgender Beschluß gefasst: Auflösung der Gemeinschaft Ehrenhain und Übernahme des Ehrenhains durch den Ortsverein Wahnbek Ipwege. Der Kassenbestand wurde ohne Einschränkung dem Ortsverein übereignet. Dieser übernahm die Verpflichtung, die Pflege des Ehrenhains im gleichen Sinne weiter zu führen. So ruft also der Ortsverein seit 30 Jahren Jahr für Jahr am Volkstrauertag die Bevölkerung zur Teilnahme an einer Gedenkfeier im Ehrenhain auf. Die Totenehrung, Ansprache und Kranzniederlegung werden gesanglich seit 1975 umrahmt vom Rasteder Männergesangverein unter der Leitung von Egon Westermann; neben dem großen Gedenkstein halten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ipwege-Wahnbek mit Fackeln die Ehrenwache. Die Feuerwehrmänner geben der Gedenkfeier das Geleit und tragen sehr zu einer würdigen Veranstaltung bei. "......Die Ansprachen in den letzten Jahren hielten ausschließlich Bürger unserer Ortschaften, wie z.B. der Bürgermeister a.D. Dieter Decker, Landrat Jörg Bensberg, der amtierende Pfarrer, Rendant Ulrich Hoff und der ehemalige Ortsbrandmeister Heino Klostermann."
Größere Arbeitseinsätze erfolgen meistens im Frühjahr. So wurde 1993 von einer ortsansässigen Firma die Schrift auf den Steinen nachgezogen, später setzte die Gemeinde einen Zaun zwischen Lehrerparkplatz und Ehrenhain. Eine Holzbarriere erschwert jetzt den Zugang mit Fahrrädern vom Friedhof aus. Immer wieder müssen und werden auch Rhododendren nachgepflanzt; Frau Margarete Hullmann brachte vor ein paar Jahren Narzissensamen und Schneeglöckensamen aus. Auch die Wege mussten zwischenzeitlich geglättet werden; die Holzbrücke wurde mehrfach von der Gemeinde saniert. Durch Vandalismus werden die Pflegearbeiten leider häufig wieder zunichte gemacht.
Der Ortsverein ist bestrebt, den Ehrenhain Wahnbek auch zukünftig als würdige Gedenkstätte zu erhalten und die Feierstunde am Volkstrauertag satzungsgemäß durchzuführen.
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